„Schreiben heißt für mich: dableiben.“
- Wie sieht jetzt dein Tagesablauf aus?
- Mein Alltag ist bodenständig. Ich arbeite mit Menschen, die schon viel mitgemacht haben. Zuhören, dableiben und ernst nehmen – das ist oft wichtiger als jedes gescheite Wort. Geschrieben wird meist abends oder zwischendurch, wenn Gedanken auftauchen.
- Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?
- Mehr Menschlichkeit. Mehr Geduld. Mehr Respekt. Viele sind müde, überfordert oder innerlich verletzt. […] Nicht jeder, der laut ist, ist stark – und nicht jeder, der leise ist, schwach.
- Vor einem Aufbruch und Neubeginn … Welche Rolle kommt dabei der Literatur und Kunst zu?
- Literatur und Kunst sind für mich Orte, wo man kurz stehen bleiben darf. Wo man nicht funktionieren muss. […] Schreiben heißt für mich: dableiben. Nicht weglaufen. Zeigen, dass Veränderung möglich ist – auch wenn der Weg nicht leicht war.
Ganzes Interview bei Literatur outdoors lesenDu bist mehr als deine Vergangenheit.